Inhalte des Seminars
Erster Teil: Der erste Teil des Seminars widmete sich der Rolle des Vorstandsim Umgang mit dem Kleingartenpachtrecht. Nach einer Einführung, in der die Unterschiede zwischen Pacht- und dem Recht der Mitgliedschaft in einemVerein, folgte eine detaillierte Betrachtung der Begründung eines Kleingarten-Pachtverhältnisses. Ebenso wurde die Beendigung solcher Pachtverhältnissethematisiert. Die rege Beteiligung der Teilnehmer zeigte, wie komplex undherausfordernd die Problematik dieser Themen in den einzelnenKleinvereinen sein kann. Besonders der Vorstand ist hier gefordert, da die Mitglieder meist nur am Rande mit den Pachtverhältnissen der anderenKleingärtner Berührung kommen.
Zweiter Teil: Im zweiten Teil übernahm der Vorsitzende der SchreberjugendNiedersachsen die Leitung. Nils König ging insbesondere auf die rechtlichenund steuerlichen Fragestellungen ein, die sich für Vorstandsmitglieder imAlltag ergeben können. Über die gesetzlichen Vorgaben der Gemeinnützigkeiteines Vereines, kam der Referent schnell zu den vier Buchhaltungsklassen, dieheute zu beachten sind und unter die die Vereinsbuchhaltung zu führen ist,damit die alle vier Jahre erfolgende Prüfung durch das Finanzamtunproblematisch verläuft: Der ideelle Bereich, die Zweckverwendung, dieVermögensverwaltung und der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb.
Anhand von Praxisbeispielen wurden im weiteren Verlauf möglicheStolperfallen und Lösungsansätze diskutiert, wobei auch die Rolle desVorstands als Bindeglied zwischen Verein und externen Partnern wie Bankenoder Behörden und Vertragspartner beleuchtet wurde.
Der Verein muss selbstlos handeln, seine Mittel dürfen nicht an die Mitgliederausgegeben werden. Wie gleichwohl Fahrtkosten, Aufwandsentschädigungen und kleine Geschenke und wen in welchem Umfange ausgegeben werden können, stellte Nils König anhand von zahlreichen Beispielen vor.